17.02.2000

Protokoll: 6. LJV-Treffen

Kategorie: LJV-Treffen
Protokoll des 6. LJV-Treffens   am 5. / 6. Februar 2000 in Bielefeld

Protokoll des 6. LJV-Treffens

am 5. / 6. Februar 2000 in Bielefeld


Presse

Fast ein kleiner Rekord: Wir waren 33 Menschen an diesem Wochenende und konnten sogar Gäste aus zwei anderen Landeskirchen begrüßen (Thal und Tobias aus dem Kirchenkreis Emsland und Karsten aus Bremen) !



AG für Neueinsteiger:

Nicole hat nett über die Geschichte der Landesjugendvertretung seit ihrer Gründung erzählt. Dabei waren auch unsere Gäste aus dem Emsland: Da taten sich bezüglich der Finanzen Welten auf.



AG Kinder- und Jugendgottesdienst:

Die Arbeitsgruppe plant die Herausgabe eines kleinen Büchleins. Wer auch einen kleinen Beitrag dazu schreiben möchte, der soll sich am besten bei unserer Geschäftsstelle melden (Geschäftsstelle der LJV, Brückstraße 46, 44787 Bochum, Tel: 0234-6405024, Email: LJVderEKvW@aol.com).



Vortrag von Hans-Martin Lübking, Leiter des Pädagogischen Instituts in Villigst:

Eine halbe Stunde sollte es dauern, das einführende Referat in unser Schwerpunktthema "Konfirmanden- und Jugendarbeit", nach einer dreiviertel Stunde sahen unsere Konfis das erste Mal auf die Uhr, und nach fast einer Stunde war es dann doch geschafft und überstanden. Gut war es schon, nur halt zu lang.

Aber zum Inhalt:

Die Konfirmanden sollen im Mittelpunkt des Kirchlichen Unterrichts (KU) stehen. Gottesdienstbesucher sind sie als "gutes Nebenprodukt", aber eben nicht in der Hauptsache. KU soll sich mit dem Lebensalltag der Jugendlichen auseinandersetzen. Der Grund: Nur was jetzt interessiert, wird auch behalten. Uninteressante Themen oder Methoden werden nur kurz gespeichert. (Früher Stacheldrahtpädagogik ?) Projektorientiertes Arbeiten und Lernen mit anschließender Ausstellung sind ebenso eine Möglichkeit wie Blockunterricht.

Konfirmanden sollen im Rahmen des KU auch Gruppen und Initiativen kennenlernen, die etwas allgemeines, gesellschaftlich wichtiges machen.

Jugendarbeit sollte im KU mitarbeiten. Nach Meinung von Herrn Lübking, muss Jugendarbeit allerdings auch attraktiver werden ! Es sollte mehr offene Angebote für Jugendliche geben (Filmclub, Talkrunden zu bestimmten Themen, eine Zeitung für Jugendliche, Freizeiten).

Gottesdienste sollten jugendgemäßer werden, allgemein sollte es mehr Jugendgottesdienste geben, auch Konfirmanden sollten Gottesdienste mit vorbereiten.

Bis Ende 1996 gab es einen Konfirmationsausschuss der Landeskirche, der jetzt im Pädagogischen Institut integriert ist. Das Problem an der Sache: Der Pädagogische Ausschuss ist nicht nur für den KU zuständig, sondern auch für Erwachsenenbildung, religiöse Früherziehung und ähnliches. In Folge dieser Zusammenlegung wurde die Ordnung für den KU seit 1996 nicht mehr weiterentwickelt. Festgelegt ist nur der Umfang (65 mal 60 Minuten), die Form kann unterschiedlich sein: neben den allgemein bekannten Einzel- oder Doppelstunden, sind auch Blockunterricht, ein Seminar oder eine Freizeit möglich.

KU ist als Teil der Jugendarbeit zu betrachten, daher sollen sich KU und Jugendarbeit aufeinander beziehen. KU soll vom zuständigen Pfarrer einer Gemeinde gemacht werden, denn der Kontakt zwischen Pfarrer und Jugendlichen ist wichtig (eine bahnbrechende Erkenntnis). Interessant auch noch: Das Presbyterium einer Gemeinde ist für die Durchführung des KU verantwortlich !



Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Verknüpfung von Konfirmandenunterricht (KU) und Jugendarbeit (JA)“

Die Gruppe ist sich einig, dass es keine Alternative zu einer Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Konfirmanden-Unterricht gibt.

Aus Sicht der in der Jugendarbeit Tätigen sind ordinierte Alleinunterhalter kontraproduktiv für die JA. Vielmehr muss das Ziel einer guten Kooperation von KU und JA die Gewinnung von Leuten für die Jugendarbeit sein. Das wird sich in den meisten Fällen über Bezugspersonen vollziehen, klassischerweise die Jugendmitarbeiter. Mit ihnen zusammen dürfte es den Jugendlichen am besten gelingen, sich eine eigenen Meinung über den Glauben und die Kirche zu bilden. Kirche darf gerade nicht nur im Konfirmanden-Unterricht erlebt werden, deshalb wird ein solches Modell der Zusammenarbeit zu weiten Teilen die Gruppen der Gemeinden besuchen und an ihnen mitwirken. Das setzt natürlich voraus, dass die Jugendarbeit fluppt.

Wenn auch, was das Organisatorische angeht, natürlich die Leute bei denen berufsbedingt „die Fäden zusammenlaufen“ für genaue Abstimmungen immer angesagt sind, wird der Kontakt von Jugendarbeit und Konfirmanden-Unterricht nicht (gegen Lübking) in erster Linie über die Achse Pfarrer – Jugendreferent laufen müssen, sogar dürfen. Sondern es gibt genügend Ehrenamtliche in den Gemeinden, die in diesem Punkt die kompetenteren Ansprechpartner sind.


Möglicher Beitritt zur aej NW:

Die Jugendkammer hat Nicole und Christoph im Dezember nahegelgt, die LJV solle doch der aej NW beitreten, um im nächsten Jahr (2001) selber Fördermittel aus dem Landesjugendplan beantragen zu können. Dieser Vorschlag ist einstimmig abgelehnt worden, schließlich sind wir immer noch Teil der Evangelischen Jugend und die ist ja wohl Mitglied der aej.



Finanzen:

Das liebe Geld ... ist soweit erst mal geklärt. Der Vorstand macht den Vorschlag, dass ab der nächsten Vollversammlung im Mai ein Unkostenbeitrag in Höhe von 15.- DM erhoben wird. Die Vollversammlung stimmt diesem Vorschlag zu.

Außerdem sollen alle versuchen, die Fahrtkosten über die Kirchenkreise oder über die Gemeinde laufen zu lassen. Wenn das nicht möglich ist, erstattet die LJV diese auch weiterhin.



Gottesdienst-Check:

Traditionellerweise ist am Sonntagmorgen der Gottesdienst-Check durchgeführt worden. Dabei ist die neubearbeitete Checkliste  zum Einsatz gekommen. Anschließend gab es eine Auswertungsrunde des Gottesdienstbesuches. Es wird vorgeschlagen, den besuchten Gemeinden zu schreiben und sie schriftlich auf die Meinung der LJV-Besucher aufmerksam zu machen. Jeweils ein Mensch aus den "Besuchskreisen" wird das übernehmen.



Satzungsänderung:

Der vorliegende Entwurf wird diskutiert und vom Plenum unterstützt. Änderungsvorschläge gibt es keine. In der folgenden Abstimmung wurde die Satzung einstimmig bei einer Enthaltung so beschlossen. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit ist demnach erreicht, die Satzung tritt in ihrer veränderten Fassung am 06. 02. 2000 in Kraft. Satzung



Nachwahlen des Vorstandes:

Maik Sandjohann scheidet aus dem Vorstand aus. Für seine Nachfolge steht Mark Habke aus dem Kirchenkreis Soest zur Wahl. Andere Kandidatinnen oder Kandidaten gibt es keine. Die Wahl erfolgt einstimmig mit den Stimmen aller Delegierten.



Ort des nächsten Treffens:

Das nächste LJV-Wochenende findet am 27. und 28. Mai 2000 statt. Als Ort wird Steinfurt angefragt. Falls das nicht klappen sollte, wird sich die LJV in Gladbeck treffen. Das Treffen im September wird in Lienen stattfinden.



Kirchentag in Frankfurt:

Mit den anderen Landesjugendvertretungen der Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) kann die LJV Westfalen (das sind wir) einen Stand auf dem Kirchentag 2001 in Frankfurt bekommen. Der Kostenrahmen beliefe sich auf ca. 500 DM. Die anwesenden Delegierten begrüßen das. Demnach wird die LJV in Frankfurt am Start sein. Auf dem nächsten Treffen wird geklärt, wer hilft.



Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag:

Vom 24. bis zum 27. Mai 2000 findet der 11. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag in Nürnberg statt. Nicole und Marc wollen sich für die LJV an einem Stand der agljv (Arbeitsgemeinschaft der Landesjugendvertretungen in der EKD) beteiligen.



Thema des nächsten Treffens:

Das kommende LJV-Wochenende wird unter dem Thema "Jugendselbstvertretung in der Gemeinde" stehen.
-Ende-