17.10.2004

LJV wird zwanzig - 20. LJV-Treffen in Villigst abgehalten

Kategorie: LJV-Treffen
Vom 15. - 17. Oktober traf sich die LJV im Haus Villigst in Schwerte. Dabei gings um die Nachbereitung der ersten Evangelischen Jugendkonferenz (EJKW), das Thema "Jugend und Schule" und nicht zuletzt um die Vorbereitung des nächsten Jahresprogramms.

Vom 15. - 17. Oktober traf sich die LJV im Haus Villigst in Schwerte. Dabei gings um die Nachbereitung der ersten Evangelischen Jugendkonferenz (EJKW), das Thema "Jugend und Schule" und nicht zuletzt um die Vorbereitung des nächsten Jahresprogramms.

Protokoll der 20. Delegiertenversammlung der Landesjugendvertretung Westfalen e.V.

15. und 17. Oktober 2004 in Schwerte-Villigst
(20. LJV-Treffen seit Gründung 1998)

Anwesend: Delegierte aus den Kirchenkreisen (KK) Soest, Bochum, Hattingen-Witten

1. Formalien:
Die Einladung zur Delegiertenversammlung ist allen Mitgliedern rechtzeitig zugegangen. Sie ist damit beschlussfähig.

2. Berichte:
- Die Delegierten berichten aus ihren Gemeinden und Kirchenkreisen. (Wird hier nicht einzeln protokolliert.)
- Jens stellt mit einer Powerpoint-Präsentation die Ergebnisse und Diskussionspunkte der ersten Ev. Jugendkonferenz vor und berichtet aus der Vorstandsarbeit

3. Jahresplanung 2005

a) 21. LJV-Treffen in Hattingen-Witten, 11.-13. Febr. 2005
(1) Termin:
Der bereits auf dem Unnaer Treffen anvisierte Termin (11.-13.Febr. 05) soll jedenfalls beibehalten werden.

(2) Tagungsort:
Ursprünglich war eine Paralleltagung mit der EJKW angedacht – die Mehrheit der Delegierten hat aber nach einem Wochenende in Villigst ihre Liebe zu den muffigen Gemeindehäusern wiederentdeckt. Deshalb wird beschlossen - der Einladung der Hattinger Fraktion folgend – im Frühjahr in Hattingen zu tagen.

(3) Ablauf / Thema:
Einem früheren Beschluss folgend soll die VV ohne Leitthema veranstaltet werden.

Freitag: Freitage sind bisher nie sonderlich produktiv gewesen – deshalb schlägt Nicole vor, erst für den Abend einzuladen (19.00). Im Mittelpunkt soll das Gegenseitige Kennenlernen und der Bericht aus den Gemeinden stehen. Als besonderes Highlight sollen die Mitarbeiter der Projekte Jugendworkcamp Weißrussland und 4K Hattingen (ausgezeichnet beim Kinder- und Jugendprojektepreis) eingeladen werden.

Samstag:
Als AG werden vorgeschlagen Schule und Jugendarbeit (Jens), AG Beziehungen und die AG Erstellung einer eigenen Web-Site auf www.landesjugendvertretung.de. Zu 18.00 sollen im Rahmen des Themas Schule & Jugendarbeit zwei Referenten eingeladen werden: einer pro Ganztagsschule (etwa von Waldorf- oder einer Laborschule) und einer pro plurale Jugendarbeit

Sonntag:
Wichtig hier vor allem die Wahl des Vorstandes.

(4) Einladungen / Werbung
Diesmal soll’s schnell gehen: Der Vorstand wird gebeten, neben der Einladung jeden Mitarbeiterkreis im Land aufzufordern werden, zwei Delegierte für die LJV-Treffen zu benennen.

b) DEKT-Aktion
Die bereits auf dem Unnaer LJV-Treffen geplante Kirchentags-Aktion soll an das Gottesdienst-Projekt von Timo und Christoph angedoggt werden. Es wird vorgeschlagen, während der eintägigen Veranstaltung ein „Westfalen-Cafe“ zu veranstalten. Als Werbegeschenk soll eine CD mit best-of-Texten gebrannt werden. Mit der näheren Vorbereitung wird eine AG beauftragt (Marc, Dennis, Chrissy, Nicole, Caro). Erster AG-Termin ist Sonntag, 19. Dez., 18.00 Dortmund HBf – falls sich nicht eine frühere Möglichkeit ergibt.

c) 22. LJV-Treffen in Amsterdam
Die geplante Amsterdam-Fahrt (Politische Tage) soll entweder über Christi Himmelfahrt (5.-8. Mai) oder im Juli (1-3.Juli) stattfinden. Wenn möglich treibt Timo ein Gemeindehaus als Tagungsort auf. Lena fragt bei Stefan Laack von 1-live an, ob sich die Veranstaltung dort bewerben lässt.

d) 23. LJV-Treffen vom 23. bis 25. September

Ort:
Noch nichts festgelegt. Mindestvoraussetzung ist aber, dass das Häuschen hübsch im Grünen liegt, einen brauchbaren Medienraum hat und dass man gut hin und wieder wegkommt. Vorgeschlagen wurden Bünde und die Wevelsburg.

Ablauf / Thema:
Der Beirat wird gebeten, parallel zum Treffen ein Ehemaligen-Treffen vorzubereiten. Bei der Wahl des Themenschwerpunktes macht das Thema Freizeiten das Rennen (8 Stimmen). Weitere Vorschläge waren Kirchenmusik (6 Stimmen), Zukunftswerkstatt (3) und Europa (2). Für die geballte Sachkompetenz soll das Thema gemeinsam mit interessierten Ehemaligen vorbereitet werden.

4. Arbeitsgemeinschaften
1) Rechtschreibreform
Einverstanden sind alle darin, dass der Kompetenzanspruch der Kultusministerkonferenz und ähnlicher Gremien, die Sprache von oben herab zu regeln, zweifelhaft ist. Die AG plädiert für mehr Freiheit in der Rechtschreibung. Uneinigkeit herrscht jedoch bei der Frage, ob es sinnvoll wäre, beide Schreibweisen nebeneinander bestehen zu lassen.
1) Schule
Folgende Facetten des Themas wurden diskutiert:
- die mit dem Begriff assoziierten Probleme liegen häufig außerhalb der Schule: im sozialen Wandel, städtebaulichen Fehlern etc.
- Jugendarbeit muss sich nicht die Bildungsplakette umhängen, nur weil alle Welt PISA schreit. Jugendliche haben ein Recht auf Freizeit, darauf, nachmittags unter sich zu sein usw.
- indem Jugendarbeit an die Schule zieht, verliert sie: die Merkmale der Jugendarbeit (frei, selbstgestaltet, vielfältig, ehrenamtlich) lassen sich nicht ins Korsett der Schule zwängen
- die Gemeinde sollte Jugendlichen ein christliches Umfeld bieten, in dem sie lernen und aufwachsen können. Die Ganztagsschule nimmt diese Chancen.
- Jugendarbeit sollte jedoch auch den Kontakt zu den SchülerInnen suchen, um sie für die Gemeinde zu gewinnen.
- Mehr Schule bedeutet nicht automatisch mehr Bildung. Die Besuchspflichten für den Unterricht sollten in den weiterführenden Schulen entfallen. Ein verordnetes Langweil-Programm kann Interesse und Neugier auch schaden.
- Mit mehr Schule nimmt der Staat den Eltern mehr von ihrem Kind (und umgekehrt). Es ist bedenklich, dass der Staat sich diesen Einfluss aneignet, auch fürs Aufwachsen ist der Kontakt zu den Eltern wichtig.

Das Thema soll im online-Forum weiter diskutiert werden und auf der nächsten VV in einer AG vorgestellt werden.

2) Einführung in die cms-Homepage
Timo führt den neuen Internet-Auftritt vor und erklärt, wie alles funktioniert. Herzlichen Dank dafür!

3) AG Beziehungen
Dabei ging’s darum:
- ob das geltende Strafrecht mit seinen Altersbestimmungen fürs strafbare Vögeln Recht hat (Stichwort vorverlagerte Pubertät)
- was es heute bedeutet, schwul oder lesbisch zu sein und wie Jugendliche damit umgehen
- das Schlimme (oder Tolle) an Sex vor der Ehe, die theologische Fundierung der Verteufelung

Es wird vorgeschlagen, einen Leitfaden für Mitarbeitende in der Jugendarbeit zu veröffentlichen: Wann ist der Freizeitleiter als Aufseher total überflüssig, wann heißt es, Taktgefühl zu wahren, wie schaut die Rechtslage aus? Weiterer Vorschlag ist, (provokante) Fragen auf der Internet-Seite zu veröffentlichen und so das Thema empirisch anzugehen.


5. Sonstige Projekte / Anträge:
a) Alex schlägt vor, auf die LJV-Treffen besonders gut gelungene Projekte aus der Jugendarbeit in den Gemeinden einzuladen. Timo wird gebeten, auf entsprechende Nachrichten zu achten. Langfristig sollen die Präsentationen in einem Projekte-Reader oder einer anderen Veröffentlichung gesammelt werden. Für die Auswahl und Dokumentation der Projekte findet sich eine AG mit Alex, Chrissy, Nicole, Caro und Marc.

b) Werbetour nach Hattingen:
Der Laden brummt wieder mal in Hattingen – klar, dass wir da schnellstens eine Info-Veranstaltung für die Neulinge veranstalten müssen. Jens setzt sich mit dem HA Maik Siebert in Verbindung und sucht nach einem passenden Termin.

c) LJV-Etat:
Aus dem Landesirchenamt nichts Neues: Schon vor den Sommerferien hatte Jens der zuständigen OKRin Will-Armstrong einen netten Brief geschrieben und um die nötige Kohle für einen Jahrespraktikanten gebeten. Jens soll mal hinterher telefonieren und mit einer peinlichen Synoden-Aktion drohen.

Timo schlägt vor, auf eigene Faust ein Fundraising zu organisieren. Mit 14 Sponsoren a 50 €/Monat könnte bereits eine Verwaltungskraft finanziert werden. Es wird beschlossen, dem Sponsoring bis zum Jahresende einen Versuch zu geben: wenn sich bis dahin 6 Leute finden, wird das Projekt durchgezogen.

Beste Adressaten sind dabei wohl die eigenen Verwandten und Bekannten, bekannte Betriebe oder Geschäfte. Um dem ganzen auch einen offiziellen Rahmen zu geben, soll der Vorstand einen Flyer entwerfen, das Projekt auf der Internetseite einstellen und vor allem ein kleines Anerkennungspräsent auswählen (vom Landesjugendpfarrer signiertes LJV-T-Shirt oder ein bemalter Kieselstein oder so).

d) Entwurf einer neuen Ordnung für den KU
Westfalen glänzt mit einem Entwurf für eine neue Ordnung des Konfirmanden-Unterrichts. Trotz zahlreicher Bemühungen seitens der LJV hat es die Kirchenleitung und der zuständige Beauftragte aber nicht geschafft, dabei Jugendliche zu Rate zu ziehen. Christoph hat sich lange mit dem Thema beschäftigt und wird darum gebeten, den Verantwortlichen mal freundlich die Meinung zu sagen.

e) Synoden-Aktion
Jugendliche müssen endlich mit Stimmrecht an den Verhandlungen der Synode (Kirchenparlament) beteiligt werden. Ein entsprechender Vorstoß auf der EJKW blieb erfolglos. Bestenfalls fände sich also ein Synodaler, der einen entsprechenden Antrag einbringt. Jedenfalls aber soll am Rand der Synode (nach dem Mittagessen) eine kleine LJV-Werbeaktion gestartet werden.

6. Nächstes LJV-Treffen
Das nächste Treffen findet statt vom 11.-13. Febr. 2005 in Hattingen-Witten.

- EndeProtokoll VV Villigst