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FAQ zum Presbyterium (Kirchenvorstand)

Ums Presbyterium geht es in unserer Kirche häufig - nicht nur alle vier Jahre zur Wahl. Die LJV beantwortet die Fragen, die uns am häufigsten dazu begegnen (frequently asked questions = FAQ).

Kirchenwahl EKvW Was bedeutet Presbyter?

Ältester. Das ist heute natürlich übertragen gemeint. Denn die Mitgliedschaft endet spätestens 49 Jahre nach dem Ende der LJV-Mitgliedschaft, mit 75 Jahren. Das Presbyterium ist demnach die Versammlung der Presbyter - in anderen Landeskirchen heißt das Kirchenvorstand.

Welche Rolle spielen die Pfarrer im Presbyterium?

Sie sind qua Amt Mitglied - und in Westfalen haben sie auch fast immer den Vorsitz (wenn es mehrere Pfarrer in der Gemeinde gibt, wechseln sie sich jährlich ab). Aber sie haben nicht mehr (oder weniger) Stimmrecht als die Presbyter. Und den Vorsitz kann auch ein Ehrenamtlicher übernehmen (ist aber sehr viel Arbeit).

Über was hat das Presbyterium zu entscheiden?

Über alles, was die Gemeinde und die gemeindlichen Einrichtungen (z. B. kirchlicher Kindergarten, Offene Tür, Friedhof etc.) betrifft. Dabei gibt es natürlich viele Vorgaben (z. B. wie viel eine Gemeindesekretärin verdient, das kann nicht das Presbyterium entscheiden), und viele Dinge brauchen auch die Zustimmung "von oben". Aber grundsätzlich erstmal ist das Presbyterium für alles zuständig: Wann Gottesdienst gefeiert wird, wie der Konfirmandenunterricht organisiert ist, ob es eine Jugendsommerfreizeit geben kann/darf/soll, etc.

Kann ich dem Presbyterium mal bei der Arbeit zusehen?

Nur auf besondere Einladung. Die Presbyterien in unserer westfälischen Kirche tagen leider nicht öffentlich (eine alte LJV-Forderung ist die öffentliche Sitzung, die zuletzt im Jahr 1999 von der Mehrheit der Gemeinden abgelehnt wurde).

Und wenn ich etwas vom Presbyterium will?

Dann sprichst du am besten mal mit einem Presbyter. Austausch kann nie schaden. Wenn ihr insgesamt als Jugend etwas wollt, könnt ihr einen formlosen Antrag stellen. Aber wir empfehlen auch hier auf alle Fälle das direkte Gespräch: Besteht darauf, dass ihr persönlich zu dem Tagesordnungspunkt erscheinen und mit den Presbytern sprechen könnt.

Was mache ich bei Ärger mit dem Presbyterium?

Erstmal miteinander reden. Das ist aber nicht immer ganz einfach, wie wir wissen. Die Pfarrerin oder der Pfarrer vor Ort bieten sich als (seelsorgerliche) Gesprächspartner natürlich nur an, wenn sie nicht Teil des Ärgers sind. Vielleicht kennst du aber eine andere Pastorin oder einen anderen Pastor, mit dem du über das Problem mal sprechen kannst?

Formal ist ansonsten der Kreissynodalvorstand (Vorstand des Kirchenkreises) für Beschwerden zu ständig.

Wenn es sich nicht um privaten Zank handelt, sondern um Entscheidungen des Presbyteriums, die die (gesamte) Gemeinde betreffen, sind wir auch immer für öffentliche Diskussionen. Die kann u. a. in entsprechende Kandidaturen bei der nächsten Wahl münden.