23.02.2009

Jugendliche fordern mehr Mitbestimmung

Kategorie: Jugendforum
Berlin, 23. Februar 2009 – Mitbestimmung, Respekt und neue Formen des Lernens. Das fordern 100 Jugendliche aus sieben EU-Staaten zum Abschluss des Zukunftskongresses „Chance Europa 2020“. Die 16 bis 22jährigen erarbeiteten dazu fünf Tage lang Erfolgsszenarien mit konkreten Schritten, wie ihre Wünsche und Ideen umzusetzen sind. In kreative Beiträge wie Raps, Radiosendungen und Fotostories verpackt, präsentierten sie ihre Zukunftsentwürfe Abgeordneten des Bundestages und Europaparlaments sowie Europabeauftragten der Berliner Bezirke und diskutierten mit ihnen darüber. Als langfristiger Dialog konzipiert, fließen die Kongressergebnisse in kommende Jugendveranstaltungen mit Europabezug ein.

Im Jahr 2020 gehen bereits europaweit 20 Prozent der Stimmen an die Europäische Jugendpartei. Die Angst von Jugendlichen ist längst der Mitbestimmung in Schule und Politik gewichen. Patenpolitiker, Partnerschulen, praktische Planspiele, das Wahlalter ab 16 Jahren und ein europaweites Jugend-Netzwerk sind Realität. Dies ist nur eines der vielen Szenarien zu den Zukunftsvorstellungen von Jugendlichen. Auch das lebenslange Lernen zog sich wie ein roter Faden durch die Beiträge. In der Diskussion mit Abgeordneten und Vertretern aus der Verwaltung sprachen die Teilnehmenden unter anderem über eine bessere Kommunikation zwischen Politik und Jugend sowie konkrete Projekte zur Partizipation.

Dem Zukunftskongress vorausgegangen war ein onlinebasierter Kreativwettbewerb über den sich Jugendliche aus EU-Ländern zur Teilnahme qualifizieren konnten. Sämtliche Einreichungen und auch die Ergebnisse des Kongresses finden sich ab Ende Februar auf www.europa-2020.eu.

Das Projekt CHANCE EUROPA 2020 (Link) ist ein Baustein des von der EU-Kommission und den EU-Mitgliedstaaten ins Leben gerufenen ‚Strukturierten Dialogs’. Er soll Jugendliche kontinuierlich an der Gestaltung von europäischer Politik und Gesellschaft beteiligen. Das vom FEZ Berlin und dem Institut für prospektive Analysen e.V. realisierte Projekt, wird aus Mitteln des EU-Programms „Jugend in Aktion“ gefördert. Die Schirmherrschaft für CHANCE EUROPA 2020 hat in diesem Jahr Ján Figel, Mitglied der Europäischen Kommission verantwortlich für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend übernommen.