20.09.2007

An Erntedank auch die Tiere bedenken

Kategorie: AG Umwelt
Die Landesjugendvertretung Westfalen (LJV) appelliert an die Pfarrerinnen und Pfarrer, beim kommenden Erntedankfest in ihren Predigten auch die Tiere zu berücksichtigen. Millionen Rinder, Schweine, Hühner, Schafe und viele andere Tierarten dienten in Deutschland dem menschlichen Genuss. Dabei seien die Haltungs-, Transport- und Schlachtungsbedingungen in weiten Teilen mit der Würde der Schöpfung nicht zu vereinbaren, kritisiert die LJV-Vorsitzende Caroline Peters, 19-jährige Jura-Studentin in Münster.

Der Ernte-Dank solle sich nicht nur auf die Feldfrüchte beziehen, sondern auf die gesamte Lebensmittel- und Genussmittelproduktion. Dabei müssten auch die Schattenseiten thematisiert werden. Dies gelte auch für viele Importgüter aus Ländern der Dritten Welt, die zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen und unter rigoroser Ausbeutung der Natur produziert wird.
Gleichzeitig appelliert die LJV, die Ethik der Ernährung auch in der Jugendarbeit stärker zu thematisieren und Mitweltethik in der Konfirmandenarbeit zu berücksichtigen. "Kinder und Jugendliche müssen wissen, woher das kommt, was ihnen in der Jugendherberge, bei der Sommerfreizeit oder an der Imbissbude serviert wird", so Caroline Peters. Die LJV will dazu in Kooperation mit anderen Jugendverbänden aus Kirche und Umweltbewegung Materialien für Gruppenstunden zusammenstellen und auf ihrer Website www.landesjugendvertretung.de anbieten.