17.11.2006

Amtszeit der Kirchenvorstände halbiert

Kategorie: Arbeitsgruppen News
Na da haben wir doch mal was zu Belobigen: Die Landessynode hat soeben beschlossen, die Presbyterien (Kirchenvorstände) nur noch für 4 statt bisher 8 Jahre zu wählen und damit auch alle 4 Jahre sämtliche Plätze zur Abstimmung zu stellen (bisher wurde immer nur die Hälfte neu gewählt). Das entspricht einer alten LJV-Forderung - wir sagen "Danke". Fehlt nun nur noch, dass auch Jugendliche ins Presbyterium dürfen, wie das in jedem Verein möglich ist.

Die Pressemitteilung der Kirche:

Bielefeld-Bethel. Die Amtszeit der Gemeindeleitungen
(Presbyterien) wird in der Evangelischen Kirche von Westfalen
(EKvW) künftig nur noch vier - statt bisher acht - Jahre
betragen. Dafür entschieden sich am Freitagmorgen 123 von
insgesamt 188 stimmberechtigten Mitgliedern der Westfälischen
Landessynode, die noch bis Freitag (17.11.) in Bielefeld tagt.

Damit kam die Mehrheit von 60 Prozent zustande, die für die
Änderung von Kirchengesetzen notwendig ist. Es entfällt nun
auch die bislang übliche Neuwahl der Hälfte der
Presbyteriumsmitglieder nach vier Jahren, der so genannte
Halbscheid. Die Gemeindeleitung steht also im
Vier-Jahres-Turnus komplett zur Wahl.

Mit der vergangenes Jahr im Rahmen des Reformprozesses "Kirche
mit Zukunft" angestoßenen Verkürzung der Presbyteramtszeit
sollen mehr Menschen zur Mitarbeit im Presbyterium motiviert
werden. Das Amt soll gerade auch für Berufstätige, die sich
nicht über acht Jahre an ein Ehrenamt binden wollen,
attraktiver werden. Ein vor der Wahl erstelltes
Anforderungsprofil, regelmäßige Fortbildungen und effektivere
Gremienarbeit sollen den Einstieg erleichtern und die
Kontinuität der Presbyteriumsarbeit gewährleisten.