25.11.2012

Stellungnahme zum Beschluss der EKHN-Synode

Kategorie: Allgemein, Positionen, TOP-News
Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat beschlossen, es Jugendlichen zu ermöglichen sich in den Kirchenvorstand wählen zu lassen.

Stellungnahme

Die Landesjugendvetretung in der Evangelischen Kirche von Westfalen e.V. begrüßt, dass sich die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für die Möglichkeit ausgesprochen hat, Jugendliche in den Kirchenvorstand zu wählen. Die LJV setzt sich seit Jahren für mehr Möglichkeiten zur Mitsprache für Jugendliche in Kirche ein. Derzeit liegt das Mindestalter um wählen zu dürfen in Westfalen bei 16 Jahren, das, um gewählt zu werden, bei 18 Jahren. „Ob Meinungen von unter-18-Jährigen in einem Presbyterium vorkommen – auch bei Fragen, die die Gemeindejugendlichen direkt betreffen – bleibt Einzelpersonen und dem Zufall überlassen,“ so die jugendpolitische Sprecherin der LJV, Caroline Peters.
Für eine Herabsenkung des aktiven Wahlalters auf 14 Jahre bzw. Konfirmation hat sich mittlerweile eine Vielzahl an Landeskirchen ausgesprochen und zum Teil bereits positive Erfahrung damit machen können. Die Konfirmation bzw. das Alter „14“ hält die LJV zwar für theologisch nicht direkt begründbar oder festgelegt, doch sei spätestens nach der Konfirmation nicht mehr zu rechtfertigen, warum Jugendlichen ein Mitspracherecht vorenthalten werde.
„Der Beschluss aus Hessen Nassau zeigt, dass keineswegs überall davon ausgegangen wird, Jugendliche nicht in der Lage seien, Verantwortung für Gemeinde auch in Gremien zu übernehmen,“ so Peters. Der Beschluss aus Hessen und Nassau gibt Hoffnung, dass sich die Debatte auch in Westfalen und weiteren Landeskirchen inspirieren lässt, bisherige Selbstverständlichkeiten und Altersgrenzen zu hinterfragen.