30.10.1998

Protokoll: 2. LJV-Treffen

Kategorie: LJV-Treffen
Protokoll des 2. LJV-Treffens am 17./18. Oktober 1998 in Bielefeld

Protokoll des 2. LJV-Treffens am 17./18. Oktober 1998 in Bielefeld



Anwesend: Lünen, Bochum, Gladbeck-Bottrop-Dorsten, Steinfurt-Coesfeld-Borken, Bielefeld, Vlotho, Tecklenburg, Wittgenstein, Gütersloh

Das Tagespräsidium (Bielefeld) begrüßt die Anwesenden.
Es folgt die Feststellung der Tagesordnung:



Top 1: Berichte

1.1 Aus den Kirchenkreisen (im folgenden KK abgekürzt)

Lünen: Stellenkürzungskampf dauert an. KK hat ferner gegen die Herabsetzung des Wahlalters gestimmt.

Bochum: Jugendreferentenstelle ist um 3 Jahre verlängert, wochenzeitlich aber gekürzt worden. Die
Kreisjugendvertretung (KJV) liegt derzeit brach.

Gladbeck-Bottrop-Dorsten: Keine KJV vorhanden, der Vertreter ist über Kontaktierung der LJV auf dem Landeskirchentag in Unna in die LJV hineingekommen.

Steinfurt-COE-BOR: Amt für Jugendarbeit hat eine Neukonzeption, die in den nächsten 2 Jahren erprobt wird. Ferner wurde die Stelle des kreissynodalen Jugendpfarrers neu besetzt. Eine Entscheidung zur Wahlaltersenkung liegt nicht vor.
Zum ersten Mal war in der Kreissynode ein per Satzung delegierter Jugendlicher des Forums Der Jugend (KJV) anwesend.

Bielefeld: KJV neu gegründet. Ferner wurde für die Wahlaltersenkung gestimmt. Es sollen wahrscheinlich 3 Jugendreferentenstellen (von 20) gestrichen werden.

Vlotho: Der Antrag auf Sitz und Stimme von Jugendlichen in der Kreissynode wurde abgelehnt. Die KJV läuft nicht, im Synodalen Jugendausschuß (SJA) sitzen 3 Jugendliche (von 16 Delegierten), die aus den 2 regionalen Jugendausschüssen
kommen. Besagte regionale JA's sind "schwer unter einen Hut zu bekommen".
Wahlaltersenkung: Entscheidung nicht vorliegend.

Wittgenstein: Hier gibt es einen SJA. Ob auch eine KJV existiert ist nicht bekannt.

Tecklenburg: Die KJV hat eine neue Geschäftsordnung. Ferner ist ein Projekt geplant für Februar '99: Jugend trifft
Jugendpresbyter. (Ein gemeinsamer Tag in der Jugendbildungsstätte Tecklenburg.

Gütersloh: KJV ist im Aufbau. Es wird überlegt, inwiefern auch einzelne KK untereinander kooperieren könnten. (z.B. Bielefeld-Gütersloh)

Timo regt an, den KJV einen "richtigen" Namen zu geben, um Verwechselungen mit den Städtekreisen zu verhindern.
(z.B.: "Forum Der Jugend" oder "Synodale Jugendkonferenz".....)
Marc schlägt vor, den Top2 ( Infos über Strukturen der Landeskirche) vorzuziehen, um einen Einblick/Durchblick in diverse Abkürzungen zu ermöglichen.
Nicole stellt den Aufbau der EKvW plastisch dar, ferner den Aufbau der Evangelischen Jugendarbeit in Westfalen und die Organisationsstruktur des aej. (arbeitsgemeinschaft der evang. jugend) Stephie möchte wissen, wer mit welchen Aufgaben im AfJ in Villigst sitzt. Eine Aufstellung der Namen und Aufgabenbereiche soll diesem Protokoll beigelegt werden.



Top1.4 folgt: Bericht vom Treffen der agljv in Nürnberg. Nicole ist einer Einladung der agljv (quasi LJV auf Bundesebene) nach Nürnberg gefolgt, was seitens der agljv begeisterte Reaktionen auslöste, da offensichtlich seit 10 Jahren kein Vertreter aus Westfalen mehr da war. Der Grund dafür liegt wohl am mangelhaften Informationsfluß.
Nicole erzählt kurz von den Berichten der einzelnen Landeskirchen. (Z.B. in Berlin-Brandenburg werden 60% des Jugendetats gekürzt.......)

Das nächste Treffen der aej ist übrigens im November in Erfurt. Die Vertreter unserer Landeskirche in die aej (u.a. Udo Bußmann, der neue Landesjugendpfarrer) haben sich bereiterklärt, einen Delegiertenplatz und seinen Stellvertreter (also 1x Sitz und Stimme in die aej) für die LJV freizugeben.

15.00 -15.15 Pause



Top 1.2: Marc erzählt die Historie und den Ursprung der LJV, sowie den aktuellen Stand:

- vorläufiger Etat für die LJV vom Finanzausschuß der Jugendkammer bereitgestellt worden,
(4000,- DM) Villigst macht aber Schwierigkeiten, bereits ausgelegte Kosten aus diesem
Topf zurückzuerstatten.
- was die sonstige Akzeptanz der LJV angeht: Sie wird größtenteils blockiert. (z.B. Landessynode
sträubt sich gegen sachkundige jugendliche Gäste aus der LJV)
- laufende AG's der LJV: So gut wie auflösbar.

-Was die KKJW angeht: Die LJV soll weiterhin eine Parallelstruktur zu ihr darstellen.

Timo weist auf die Möglichkeit hin, über den eigenen KK in die KKJW zu gelangen.

Der Vorstand schlägt künftige AG's vor:

1.) AG Landessynode (Novemberwoche): Aktionen dazu veranstalten, beratende Stimme für diese
Landessynode anbieten, etc.

2.) AG Wahlalter/ Presbyterwahl 2000: Wie läßt sich das Wahlalter mit 14 doch noch durchsetzen?

3.) AG Gottesdienst: Fragebogen zur Bewertung der Jugendgerechtheit eines Sonntagsgottesdienstes
oder/ und Gespräch mit Pastor: Wie jugendgerecht war der Gottesdienst?

4.) AG Entwicklungshilfe für KK's mit Wunsch zu einer KJV

Der AG-Vorschlag "Kirchentag '99 in Stuttgart" wird aus Mangel an Zeit und Lust der einzelnen
Teilnehmer gestrichen.

In der ersten AG finden sich: Marc & Nicole
In der zweiten: Markus P., Steffi B., Philipp Sp., Timo und Markus B.
AG Gottesdienst: Jennifer, Torsten, Jörg und Christohp
AG Entw.hilfe: Stefan, Maik, Stephi, Wolfgang und Tini

(Kleingruppenarbei bis 18.00 Uhr)

Danach: Ergebnisse im Plenum:



AG Gottesdienst: Hat einen Fragebogen erarbeitet. Am Sonntag sollen alle damit
in verschiedene Gottesdienste in Bielefeld gehen und ihn austesten.

Vorstandsansprechpartner für diese AG: Christoph Urban



AG Entwicklungshilfe: Will per Fragebogen bzw. Brief erfassen, welche KK's Bedarf an
einer KJV haben. Verschiedene vorhandene Modelle einer solchen Struktur sollen gesammelt
und erfaßt werden, um damit den optimalen KJV-Struktur- Vorschlag zu haben, wenn ein
KK eine solche möchte. (Alle LJV- Teilnehmer sind aufgefordert, das Modell der KJV ihres KK an den V-Ansprechpartner Stefan Jannett zu senden.) Eine Finanzierung und ein Verteiler sollte dazu aufgebaut werden.



AG Landessynode: versucht, Rederecht auf der Landessynode zu bekommen, wenn auch das
unwahrscheinlich ist, daß sie es kriegen.
Sobald es abgelehnt worden ist: Gegenveranstaltung "Wir müssen leider draußen bleiben"
auf Stühlen und Bänken vor dem Assapheum.
- Visitenkarten o.ä.: "xy.....(..).... nicht in der Landessynode"
10 Punkte darauf: Warum wir in die Landessynode sollten
-Schild 2 km vor dem Assapheum: "Landessynode 2 km. Jugendliche bitte stehenbleiben."
- LJV- Flyer

V-Ansprechpartner dieser AG sind Marc und Nicole.



AG Presbyterwahl 2000: Aktionen zur Landessynode:
- Konfirmandenurkunden symbolisch zurückgeben, wenn Wahlalter nicht
heruntergesetzt wird.
- KOnfis sollen Unterricht boykottieren, Generalstreik.
- 30. Oktober: Reformationstag, medienwirksame Aktion, Thesen zum Wahlalter formulieren.
- Pressearbeit, Vorstandsäußerung

V-Ansprechpartner für diese AG: Nicole Howe.



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Top 7: Vorschläge für die Vorstandsnachwahlkandidaten: Melanie aus Bielefeld.
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Abendprogramm.



Sonntag, 18.Oktober:

Start mit dem Besuch diverser Gottesdienste in verschiedenen Gemeinden Bielefelds, zur Beantwortung mitgenommen
wurde der entwickelte Fragebogen zur "Jugendgerechtheit" des Gottesdienstes (im folgenden GD abgekürzt)

Fazit: 1.): O-Zitate: "schrecklich", "Pfarrer hat alles alleine gemacht", "kein Bezug zur Gemeinde",
"unpersönlich", "Predigt absolut lutherisch"

2.): Studenten-GD: "gut", "Predigt berührte alltägliche aktuelle Probleme", wenig sinnliche Erfahrungen,
Kirchencafé, man wurde begrüßt, verabschiedet, es werden auch Kinder-und Familien-
GD angeboten, Abendmahl ist auch für Jugendliche.

3.): Schildesche: Pastor hat zu schnell geredet, "sehr strenger GD", "formal", kaum Jugendliche da, die
sowieso nicht angesprochen wurden, --> wird abgeschoben auf Jugend-GD im Gemeindehaus,
Predigt inhaltlich gut, aber insgesamt: "streng, langweilig, uninteressant"

4.): Marienkirche: Familien-GD als Abschluß der Kinderbibelwoche, "supergut", "Kinder einbezogen",
auf Kinder ausgerichtet, kurzweilig

5.): Altstädter Nicolaikirche: Probepredigt für Pfarrstelle: "sehr schwach", jüngstes Lied von 1671,
25-min.-Predigt, "langatmig", "abgehoben", Standpunkt des Pastors sehr weit
hinten am Altar, "viel geredet, wenig gesagt", ganze 2 Jugendliche anwesend
--> LJV- Mitglieder wurden vom Pastor der Gemeinde ermuntert, einen Brief ans Presbyterium
zu schreiben.

Der Fragebogen soll dem Protokoll angehängt werden.
Die Ergebnisse sollen gesammelt, ausgewertet und eventuell an Presse verschickt werden.
Aktion soll aber als Auftakt für Aktionen in den eigenen Gemeinden verstanden werden.

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Wahl des neuen Vorstandsmitglied:

Aktuelle Kandidatenliste: Melanie

Abstimmung erfolgt im Einverständnis der Anwesenden nicht geheim.
Ergebnis: Melanie wird einstimmig zum neuen Vorstandsmitglied gewählt.

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Geschäftsführung: Da es mit Haus Villigst in der Vergangenheit herbe Probleme u.a. bei der Verschickung der Briefe gab, erscheint die Delegation der Geschäftsführung an Villigst nicht ratsam. In Bochum gibt es den Verein "Forum Jugendarbeit", in dem Timo Mitglied ist. Ziel und Zweck des Vereins ist es, Jugendarbeit vor allem hinsichtlich von Selbstvertretungsstrukturen zu unterstützen. Eine Möglichkeit wäre nun, die Geschäftsführung der LJV dem Verein zu übertragen.

Nach einiger Diskussion wird der Vorstand einstimmig beauftragt, Modalitäten und Bedingungen zwischen dem Verein und der LJV auszuhandeln und aufzunehmen.

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Sitz und Stimme in der Jugendkammer: Es wird der Antrag gestellt, KEINEN Antrag an die Jugendkammer zu stellen, um in ihr Sitz und Stimme zu bekommen. Der Antrag wird einstimmig angenommen.

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Verschiedenes: Politisch Stellung nehmen: Marc liest einen Briefentwurf an Kanzler Schröder vor.
Es werden einige Veränderungsvorschläge aufgenommen. Ferner ist Marc Ansprechpartner für künftige politische Briefe, falls jemand einen als LJV-Brief schreiben möchte.

LJV- Aufkleber: Christoph präsentiert einen Entwurf: CD-Größe, Logo der LJV, farbig Einstimmige Abstimmung: Finanzieller Rahmen darf bis 1000,- DM gehen. Christoph wird mit der weiteren Entwicklung beauftragt.



Termine: Einstimmige Abstimmung künftig drei Wochenenden im Jahr eine LJV-Sitzung zu machen.


Vorschläge für die nächsten Sitzungen: 23./24. Januar 1999 in Gladbeck
29./30. MAi 1999 eventuell in Tecklenburg
25./26. September 1999 in Vlotho



Es wird dem Tagespräsidium herzlichst unter Beifall für die exzellente Bewirtung & Organisation gedankt.

- Ende -