24.11.2004

Mustersatzung für eine Gemeindejugendvertretung

Kategorie: LJV intern, Gremien
Grundlage für die Arbeit: die Gemeindejugendvertretung (GJV) ist ein Organisationsmodell für Mitarbeiterkreise und selbständige Jugendgruppen. In der Satzung könnt ihr gemeinsame Grundsätze und den Aufbau der Jugendarbeit in eurer Gemeinde vereinbaren. Für jede neu gegründete Jugendvertretung vergibt die LJV übrigens ein Start-Up-Kapital.

§ 1 Name
Sucht euch als erstes einen schön wichtig klingenden Namen aus. ;o) Im Folgenden haben wir an die Stelle eures Namens das Kürzel GJV gesetzt - für Gemeindejugendvertretung (GJV).

§ 2 Aufgabe und Ziele der GJV
I. Aufgabe Jugendliche der XY-Gemeinde haben am …. beschlossen, sich in einer Gemeindejugendvertretung (GJV) zu organisieren. Mit der GJV nehmen Jugendliche die Mitverantwortung an Aufgaben der gesamten Gemeinde und die selbständige, demokratische Regelung eigener Angelegenheiten wahr.
II. Ziele
Das muss Eure Kernaufgabe sein: überlegen, wofür Ihr Euch einsetzt. Hier ein paar Anregungen.
Der Zweck der GJV wird insbesondere verwirklicht durch

  • die inhaltliche Planung der Jugendarbeit,
  • die Meinungsbildung zu kirchlichen Themen,
  • aktives Eintreten gegen jede Form der Diskriminierung, insbesondere Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
  • Schaffung und Ausbau von jugend- und zeitgemäßen Kommunikations- und Informationsstrukturen
  • Fortbildungs- und Informationsangebote für Jugendliche und Jugendmitarbeiterinnen / Jugendmitarbeiter zu Themen der Jugendarbeit, zur Kirchen- und Lokalpolitik
  • die Verwaltung des vom Presbyterium zur Verfügung gestellten Etats für Jugendarbeit nach den Richtlinien der Kirchenordnung,
  • die Verwaltung der Jugendräume,
  • die Beratung in Personalfragen der Gemeinde,
  • die Zusammenarbeit mit anderen Jugendverbänden,
  • die Entsendung von Delegierten in die Kreiskirchliche Jugendvertretung (KJV).



§ 3 Zusammensetzung
Eingeladen sind alle ehrenamtlichen Jugendmitarbeiterinnen und Jugendmitarbeiter sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Evangelischen Jugendarbeit im Gebiet / Kirchenkreis. Leider draußen bleiben müssen alle, die älter sind als 25 Jahre sind.

§ 4 Versammlungen der GJV

I. Aufgaben der Versammlung Zu den Aufgaben der GJV-Versammlung gehört insbesondere:

  • den Vorstand zu wählen
  • Arbeits- und Projektgruppen einzusetzen
  • Vertreter in andere Gremien und Gruppen zu entsenden, soweit dies nicht aus Gründen der Fristwahrung der Vorstand getan hat
  • Positionen der GJV festzulegen
  • die Gemeindejugend über aktuelle kirchliche und politische Entwicklungen im Gebiet zu informieren
  • einen Haushaltsplan aufzustellen oder den Haushaltsplan des Vorstandes zu genehmigen
  • dem Vorstand Arbeitsaufträge zu erteilen
  • die Geschäftsordnung der Versammlung und des Vorstandes zu beschließen
  • eine Wahlordnung zu beschließen.

II. Mindestzahl der jährlichen Versammlungen Die Versammlung ist mindestens zweimal im Jahr einzuberufen (ordentliche Versammlung), ferner, wenn das Interesse der GJV es verlangt oder wenn ein 1/4 der Mitglieder dies beantragen.
III. Einladung
Zu den Versammlungen lädt der Vorstand unter Angabe einer vorläufigen Tagesordnung alle Mitglieder schriftlich, sowie die gesamte Gemeindejugend im Gebiet in geeigneter Weise (z.B. durch Bekanntgabe im Gemeindeblatt/Internet) ein. Die Einladung muss mindestens 14 Tage vor der Versammlung erfolgen.
IV. Teilnahme-, Rede- und Antragsrecht Teilnahmeberechtigt mit Rede-, Stimm- und Antragsrecht sind alle Jugendmitarbeiter/innen und Teilnehmer/innen der Evangelischen Jugendarbeit im Gebiet, die nicht älter als 25 Jahre sind sowie Gäste nach Zulassung durch die Versammlung oder den Vorstand. Details regelt die Geschäftsordnung.
V. Leitung Die Versammlung wird durch den Vorstand geleitet. Es kann jedoch auch für die Dauer ihrer jeweiligen Zusammenkunft ein/e ModeratorIn benannt werden.

VI. Beschlüsse Eine ordentlich einberufene Versammlung ist stets beschlussfähig.
Alle Beschlüsse werden, soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt, mit einfacher Mehrheit gefasst. Die Beschlüsse und wesentlichen Diskussionsergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten. Die Protokollführung obliegt dem Vorstand. Die Protokolle werden nach der Tagung in geeigneter Weise veröffentlicht.
Satzungsänderungen können nur beschlossen werden, wenn darauf bei der schriftlichen Einladung hingewiesen wurde. Sie bedürfen der Zustimmung von mindestens 2/3 der Stimmen.

§ 5 Vorstand
I. Wahl

Mit der Geschäftsführung beauftragt die GJV in geheimer Wahl einen Vorstand, der mindestens aus drei Personen besteht. Die Anzahl der zu wählenden Vorstandsmitglieder legt die GJV vor der Wahl fest. Sie wählt dann in getrennten Wahlgängen

  1. zunächst eine Vorsitzende / einen Vorsitzenden
  2. eine Stellvertreterin / einen Stellvertreter
  3. die weiteren Vorstandsmitglieder, wobei dei Wahlberechtigten so viele Kandidaten wählen dürfen, wie Vorstandsplätze frei sind.

Wählbar sind nur stimmberechtigte GJV-Mitglieder. Die Wahlen erfolgen geheim.
II. Arbeitsweise Zu den Sitzungen des Vorstands lädt der Vorsitzende, im Falle dessen Verhinderung der Stellvertreter, unter Angabe der Tagesordnung ein. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Die Sitzungen sind in der Regel öffentlich. Von den Treffen GJV-Vorstands werden Protokolle angefertigt und veröffentlicht (z.B. im Internet, an der Pinnwand o.ä.)