30.05.2007

Modell einer Jugendsynode wurde dem Präses vorgestellt

Kategorie: Jugendarbeit
Das LJV–Modell , Jugendliche nach der Form der „Planungszelle“ über Themen der Landessynode beraten zu lassen (wir haben über die Idee berichtet), wurde am Mittwoch, dem 30. Mai 2007 in Ortlohn dem Präses vorgestellt.

Das LJV–Modell , Jugendliche nach der Form der „Planungszelle“ über Themen der Landessynode beraten zu lassen (wir haben über die Idee berichtet), wurde am Mittwoch, dem 30. Mai 2007 in Ortlohn dem Präses vorgestellt.

Nachdem schon seit 10 Jahren feststeht, dass die Landessynode (praktisch unser höchstes Kirchenparlament) die Meinungen von Jugendlichen gerne ernst nehmen möchte, wenn sie denn erkennbar ist, hatte die Landessynode ja im vergangenen November beschlossen, es solle jetzt nach geeigneten Beteiligungsformen gesucht werden.

Deshalb hat die LJV nun dem Chef persönlich (Präses Alfred Buß) vorgestellt, wie das Modell der Planungszelle dazu genutzt werden könnte, um repräsentative Stimmen von Jugendlichen einzufangen und den Synodalen zu ihren Beratungen mitzugeben.

Der Präses hielt das Modell für eine verfolgenswerte Idee - er kennt Planungszellen und den Begründer Prof. Dienel - und äußerte deutlich sein Interesse an jugendlicher Beteiligung an den Beratungsprozessen der Landessynode, sowohl auf inhaltlicher als auch auf formaler Ebene. So betonte Herr Buß, dass die Jugendlichen in ihrer Themenwahl völlig frei sein müssten. "Authentisch" und "repräsentativ" waren wichtige Schlagworte in dem Gespräch.

Die Runde, bestehend aus Präses Alfred Buß, Johanna Will-Armstrong (Dezernentin für die Arbeit mit Jugendlichen im Landeskirchenamt), Udo Bußmann (Landesjugendpfarrer), Jürgen Vogels (CVJM, im Leitungsausschuss der Jugendkammer), Caroline Peters (Vorsitzende der LJV), Jens Wollesen (ehemaliger Vorsitzender der LJV) und Christoph Urban (ehemaliger Vorsitzender der LJV und Beiratsmitglied), war sich darüber einig, dass 2008 eine Versammlung von Jugendlichen tagen soll. Diese Versammlung soll in jedem Fall folgende Rahmenbedingungen erfüllen:
- sie tagt zeitnah vor der Landessynode
- sie besteht aus repräsentativen Jugendlichen: es sollen dort also nicht Quotenjugendlichen oder Gremienjunkies sitzen sondern „normale“ Jugendliche, die in den Evangelischen Kirchengemeinden engagiert sind
- die Ergebnisse dieser Jugendversammlung sollen in die Landessynode hereingetragen werden.
Die Ergebnisse dieser Beratung sollen dann von Jugendlichen - im Gespräch ist derzeit die Zahl 2 - in die Landessynode eingebracht werden. Wie das Verfahren genauer aussehen soll, ist noch in der Diskussion. Am 1. Juni wird das Verfahren zur Beteiligung Jugendlicher an der Landessynode Thema in der Jugendkammer sein.Wir werden also versuchen, in den nächsten Monaten ein möglichst gutes Verfahren auszuarbeiten, das nicht auf Delegationen sondern auf Zufallsauswahl beruht, das Beratung auf Grundlage von ausführlicher und genauer Information ermöglicht und den Interessen der „echten“ Jugendlichen aus den Gemeinden gerecht wird.Deshalb sind wir zur Weiterentwicklung unseres Modells weiterhin für Anregungen und Ideen dankbar. Um diese Rückmeldungen zu forcieren, ging nun ein Infobrief an alle Kirchengemeinden Westfalens sowie die Superintendenten der Kirchenkreise, dazu besuchen wir weiterhin Pfarrkonferenzen, sind im Gespräch mit Verbänden und Initiativen zur Jugend-Partizipation. Wir freuen uns über weitere Einladungen - und über eure Meinungen.