20.09.1999

Gegen Beitritt zur aej - für öffentliche Presbyteriumssitzungen

Kategorie: Allgemein
Bei ihrer 6. Vollversammlung hat die westfälische Landesjugendvertretung (LJV) einen noch stärkeren Gemeindebezug beschlossen: Künftig kann jede Kirchengemeinde aus der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zwei stimmberechtigte Delegierte in die LJV entsenden. Bisher wurden die Jugendvertreter nur für die Kirchenkreise benannt. Die Kirchenkreise können künftig vier statt bisher zwei Delegierte benennen. Mit dieser Satzungsänderung, die einstimmig beschlossen wurde, will die LJV ihr Profil als Vertretung der Gemeindejugend auf Landesebene stärken.

Schwerpunktthema der Tagung in Bielefeld am 5. und 6. Februar war die Verknüpfung von Jugendarbeit und Konfirmandenunterricht (KU). Dazu waren auch die KU-Beauftragten der Kirchenkreise eingeladen. In seinem Einführungsreferat erläuterte Dr. Hans-Martin Lübking, Direktor des Pädagogischen Instituts der EKvW, die Reformüberlegungen zum Konfirmandenunterricht. Die LJV forderte in diesem Zusammenhang, an der Diskussion um neue Richtlinien beteiligt zu werden.

Die Jugendlichen hatten auch einen Vorschlag der Jugendkammer zu erörtern: Diese hatte der LJV geraten, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend von Nordrhein-Westfalen (aej NW) zu werden, um Fördermittel aus dem Landesjugendplan beanspruchen zu dürfen. Die LJV konnte sich zu diesem Schritt jedoch nicht entschließen. Nach der einhelligen Meinung der Jugendlichen könne man als Evangelische Jugend nicht erst Mitglied in einem Verband der Evangelischen Jugend werden müssen. "Wer sonst sollen die Mitglieder der aej sein", fragte Christoph Urban, Vorsitzender der LJV.

Zur Frage öffentlicher Presbyteriumssitzungen, die derzeit in den Gemeinden beraten wird, empfahl die LJV, die Entscheidung nicht allein in den Presbyterien zu suchen, sondern in Gemeidneversammlungen und Mitarbeiterkreisen zu besprechen. Nur wenn die ganze Gemeinde zu dieser wichtigen Frage Stellung nehmen könne sei das Ergebnis hinterher auch tragfähig.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Marc Habke, der die Nachfolge von Maik Sandjohan antritt. Ferner beschloss die LJV, sich am Markt der Möglichkeiten beim Evangelischen Kirchentag in Frankfurt gemeinsam mit anderen Landesjugendvertretungen zu beteiligen.