11.02.2003

15. LJV-Treffen in Bochum

Kategorie: LJV-Treffen
7.-9. Februar 2003   Protokoll der ordentlichen Delegiertenversammlung der Landesjugendvertretung Westfalen e.V. 7. bis 9. Februar 2003 in Bochum

7.-9. Februar 2003

Protokoll der ordentlichen Delegiertenversammlung der Landesjugendvertretung Westfalen e.V. 7. bis 9. Februar 2003 in Bochum

Anwesend: Delegierte aus den Kirchenkreisen (KK) Hattingen-Witten, Bochum, Steinfurt-Coesfeld-Borken, Soest, Münster, Lünen

0. Formalien: Die Einladung zur Delegiertenversammlung ist allen Mitgliedern rechtzeitig zugegangen. Sie ist damit beschlussfähig.

1. Entlastung des Vorstandes: Jens Wollesen berichtet über den Stand der Finanzen. Die Kassenprüfung und die Überprüfung der Geschäftsführung ergaben keine Beanstandungen. Die Delegiertenversammlung entlastet den Vorstand. Einstimmig.

2. Berichte I:
- Die Delegierten berichten aus ihren Gemeinden und Kirchenkreisen. (Wird hier nicht einzeln protokolliert.)
- Hausaufgaben des Vorstandes: Martin Sellner stellt einen ersten Entwurf für den neuen Gottesdienst-Check vor. (Dazu unten mehr.) Christoph Urban berichtet von einer Anfrage an die Kirchenkreise, die gebeten waren, sich zu melden, wie sie bei sich Jugendbeteiligung gewährleisten. Diese Ergebnisse (siehe unten) sollen öffentlich gemacht werden.

2. Arbeitsgruppen
2.1 AG Gottesdienst-Check
Die vorliegende, von Martin neu gestaltete Version wird noch einmal überarbeitet und teilweise ergänzt. Weiterhin werden Vorschläge zur "Vermarktung" des Flyers über Internet, Radio und Zeitung erarbeitet. Die Arbeitsgruppe will den Flyer bis zur nächsten Delegiertenversammlung drucken lassen; er soll an alle Kirchengemeinden in Westfalen geschickt werden. Zudem soll eine Online-Version in das Internetangebot von www.landesjugendvertretung.de eingebunden werden.

2.2 AG Politisch
Die AG bereitet eine Diskussionsrunde mit Ralf-Erik Posselt von SOS-Rassismus-NRW vor. Beim letzten Treffen war es zu diesem Thema zu heißen Diskussionen gekommen. Der Vorstand hatte daraufhin den Referenten eingeladen. – Die Diskussionsrunde am Abend (außerhalb der offenen AG-Phase) war denn auch der angemessene Rahmen und ist allgemein sehr gut angekommen.

2.3 AG Jugendbeteiligung in Gemeinden und Kirchenkreisen
Zu den Beteiligungsstrukturen hatte die LJV nach der letzten VV eine erneute Anfrage an die Kirchenkreise geschickt. Als Ergebnis liegen Rückmeldungen aus ca. 1/3 aller KK vor, die Christoph Urban zu Anfang vorgestellt hatte. Die AG erstellt auf dieser Grundlage Standards für die Beteiligung Jugendlicher in den Kirchenkreisen. Diese sollen bis zur nächsten VV weiter ausgearbeitet werden. Weiterhin ergibt sich in der anschließenden Diskussion, dass das Thema Schwerpunkt für das nächste Treffen sein soll. Es wird angeregt, die „Aktion Flächenbrand“ (Das ist schon lange her und will meinen: neue Jugendselbstvertretungen anschieben.) wiederzubeleben. Aus den bisher vorliegenden Ergebnissen und den ausformulierten Stichwörtern unten (machen die AG und der Vorstand weiter) soll ein Paket geschnürt werden und an die Kirchenkreise versandt.

Die Ergebnisse der Gruppe in Stichworten: Gemeinde:
- Keine Gemeinde mehr ohne Jugendarbeit!
- Jugendausschüsse für alle Gemeinden!
o Öffentlich
o Mehrheitlich von Jugendlichen besetzt
o Presbyterbefähigung darf kein Kriterium sein - Überall soll es autonome Jugendmitarbeiterkreise geben
- Mindestens ein Jugendlicher/eine Jugendliche gehört als Botschafter/in ins Presbyterium
o Gewählt von einer Jugend-Wahlversammlung (kann im Mitarbeiterkreis sein – aber nicht von einzelnen bestimmt)
- Gemeindejugendvertretung erwünscht!

Kirchenkreis:
- Ein synodaler Jugendausschuss ist absolutes Muss!
o Mindestens Paritätisch aus ehrenamtlichen Jugendmitarbeiter/innen unter 27 Jahren und Presbytern/Synodalen besetzt, gerne auch die Mehrheit.
o Es soll gewährleistet werden, dass wirklich jede Gemeinde vertreten ist und dass sich niemand rausreden kann
- Es muss Jugenddelegierte (mehrere) auf der Synode geben o Gewählt durch eine ehrenamtliche Wahlversammlung
- Ein/e Jugendliche/r soll Mitglied des Kreissynodalvorstandes sein
- Regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen auf Kirchenkreisebene, deren Themen sich allein am Bedarf der Jugendmitarbeiter/innen orientieren soll und die maßgeblich in Konzeption und Durchführung von ihnen gestaltet werden
- Regelmäßige Dankeschön-Aktionen und Mitarbeiter-Partys
- Kreisjugendvertretung sehr erwünscht!

2.4 AG Power-Point-Präsentation
Die AG arbeitet an Christophs einfältiger Power-Point-Präsentation zur Vorstellung der LJV-Arbeit weiter. Es werden kleinere Änderungen vorgenommen. Die AG will die Präsentation bis zur nächsten VV weiter entwickeln, so dass sie in einem Info-Paket an die KK verschickt und im Internet zum Runterladen angeboten werden kann.

3. Berichte II
Aktionstag in Schwerte am 14./15. September '02: LJV war mit Malte, Andre, Franzi, Martin, Timo, Jonas, Phillip und Christoph vor Ort und hat die Arbeit präsentiert – dabei besonders die Reader und Bleistifte sowie die Einladung fürs Treffen in Berchum unter die Leute gebracht. Außerdem hat der Präses Manfred Sorg (Kirchen-Boss von Westfalen) jetzt ein T-Shirt von der LJV (siehe Beweisfoto im Internet).

Steuerungsgruppe: Christoph informiert über den neusten Stand der Dinge. Wichtig ist dabei vor allem die Verschiebung des Konsultationsprozesses, und damit des Besuches von Landesjugendpfarrer Bußmann auf die nächste Vollversammlung. Die Steuerungsgruppe – ein Kommission der Landeskirche, die eine neue Ordnung für die Evangelische Jugend entwickeln sollte – hat im September ihren Vorschlag der Jugendkammer (Jugendausschuss der Kirchenleitung) unterbreitet. Die LJV hat daran ganz maßgeblich und erfolgreich mitgearbeitet.

Wahl von Jens in die aej-MV
Die Jugendkammer hat Jens Wollesen in die Mitgliederversammlung der AEJ, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik gewählt. Glückwunsch – und grüß uns mal schön die Welt!

Werbung und Masterplan
Auf der nächsten Delegiertenversammlung soll ein Aktionsplan erstellt werden, um mehr Kirchenkreise zu erreichen. Das passt auch wunderbar in das Schwerpunktthema. Es werden Sachgeschenke als "Aufwandsentschädigung" für Mitglieder angedacht. In jedem Fall wird es zu Nikolaus für jeden/jede, der/die in diesem Jahr bei einem LJV-Treffen war, einen Anti-Rassismus-Kalender (damit man die Termine für 2003 nicht vergisst) geben. Der Vorstand soll prüfen, ob noch Kohle für CD- oder Kinogutscheine da ist.

Brief an die Jugendministerin
Jens hat als Hausaufgabe des letzten Treffens einen Brief an die – ehemalige, muss man jetzt sagen – Jugendministerin Christine Bergmann formuliert. Der Brief und die Antwort sind im Anhang.

Vorstandswahlen
In geheimer Wahl werden für den Vorstand gewählt: Im ersten Wahlgang Jens Wollesen als Vorsitzender. Im zweiten Wahlgang Martin Sellner als stellvertretende Vorsitzende. Im dritten Wahlgang werden Franziska Hartmann, Lena Westkemper, Caroline Peters in den Vorstand gewählt.

Ende